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Fallbeispiel #6 - Baby mit Fußfehlstellung

Der Junge wurde mit einem Klumpfuß geboren. Bei Therapiestart war er 4 Monate alt.

 

Ein Klumpfuß ist eine Fußfehlstellung, die oft angeboren ist und meist durch eine ungünstige Lage im Mutterleib entsteht. Es kommen mehrere Fehlstellungen zusammen, u. a. auch eine Verkürzung der Achillessehne.

 

Mit der Therapie sollte so schnell wie möglich begonnen werden, denn auch bei einem frühzeitigen Start ist die Behandlung oft langwierig. Sie richtet sich nach dem Schweregrad der Deformierung.

 

Es gibt die Möglichkeit einer Operation oder der konservativen Behandlung – z. B. mit Physiotherapie. Oft kommen Gipse und Schienen zum Einsatz – deren Anwendung unter uns Kinderphysiotherapeutinnen aber teilweise umstritten sind.

 

Die Mutter des Jungen wollte ihrem Sohn diese Operation ersparen und hat es zuerst mal mit der Physiotherapie probiert. Sie hat jeden Tag zu Hause die Übungen gemacht, die ich ihr in der Praxis gezeigt habe. Bei Fußfehlstellungen kommt vor allem die Fußtherapie nach Zukunft-Huber zum Einsatz.

 

Wir haben einige Monate Therapie gemacht und dabei waren auch Verbesserungen sichtbar. Um dem Jungen aber einen optimalen Start in der Aufrichtung zu ermöglichen, musste der Fuß letztendlich doch operiert werden. Eine physiotherapeutische Nachbehandlung ist hier dann sehr wichtig.

 

Die Kinderphysiotherapie kann bei aller Art von Fußfehlstellung eingesetzt werden, z. B. auch beim Sichelfuß. Hier hören die Eltern oft, dass dieser sich auswächst, aber ich persönlich finde es auch hier wichtig, dass so schnell wie möglich mit einer Therapie begonnen wird, damit sich das Kind in der Aufrichtung keine falschen Bewegungsmuster antrainiert.

 

Bis nächste Woche 😊

Nähere Informationen zur Therapie nach Zukunft-Huber findest du unter:

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